Hallo liebe Fotofreunde,

es freut mich sehr, dass ihr euch auf meine Website verirrt habt und nun meinen Blog durchstöbert. In den kommenden Wochen und Monaten werde ich hier einiges zum Thema „Fotografie“ erzählen. Was erwartet euch: viele Geschichten rund um die Planung, die Entstehung, Kameraeinstellungen & Bildbearbeitung. Darüber hinaus kann ich bestimmt die ein oder andere Anekdote erzählen, was bei Shootings schon alles schief gelaufen ist und welche kuriosen Sachen sich sonst noch zugetragen haben.

Den Anfang macht das Foto der berühmten und mittlerweile sehr oft fotografierten Rakotzbrücke.

Gleich vorweg: das Bild, welches ihr unter diesem Eintrag seht, ist bereits 2014 entstanden. Also etwa ein Jahr vor der Bildersinnflut in sämtlichen Facebook-Fotogruppen sowie Instagram. 😉
Aber Spaß beiseite! Die Rakotzbrücke ist für mich ein sehr besonderer Fotospot, da sie sich in unmittelbarer Nähe zu meiner Heimatstadt Görlitz befindet. Ein Stück der Tolkienschen Mittelerde befindet sich also direkt vor meiner Haustür.
Um genau zu sein: im Rhododendronpark zu Kromlau im östlichsten Teil Sachsens, der Oberlausitz (oder wie der Engländer sagt: the Upper Lusatia).

Zurzeit bin ich aufgrund des Studiums mehr im Schwabenland unterwegs und eher selten daheim. In den Semesterferien allerdings nutze ich die freie Zeit, um neue Locations zu scouten und Fototouren zu planen. So kam es etwa vor zwei Jahren, dass ich eines Abends durch Pinterest (meine Lieblingscommunity in Sachen „Inspiration“) scrollte und ein Bild dieser Brücke entdeckte und mich nach dem Ort erkundigte. … Und als ich dann herausfand, dass mich nur 50 Kilometer von diesem atemberaubenden Fleckchen Erde trennen, gab es kein Halten mehr.

Tja und verrückt wie ich bin, musste ich noch am gleichen Abend aufbrechen und das Brückle auf den Sensor bannen. Zum Leidwesen meiner Eltern. Denn ich selbst besitze kein Auto. Bin also vorwiegend per pedes unterwegs. Aber 50 km (in Worten: Fünfzig!!!) sind zu Fuß dann doch noch ne Menge Holz. 😀

Die Fahrt dauerte etwa 45 Minuten. Mit bangem Blick schaute ich während der Fahrt in den Himmel und befürchtete, dass die Sonne schon untergegangen ist, ehe wir den Spot erreichen. Doch Glück gehabt! Es hat alles noch gepasst. Zwar war der Himmel unterdessen recht bewölkt, aber das tat der Sache keinen Abbruch. Im Gegenteil: es verlieh dem Foto einen wesentlich dramatischeren und damit spannenderen Look.

Zum fotografischen Part ist eigentlich nicht viel zu sagen. Ich habe mit einem Stativ gearbeitet und ca. 100 Bilder mit verschiedenen Brennweiten und Belichtungen aufgenommen. Das finale Bild hat folgende EXIF-Daten: f/8; 1/60sek; ISO 100.
Im Bildaufbau habe ich mich aufgrund der kreisrunden Reflektion der Brücke im Wasser für einen symmetrischen Bildaufbau entschieden. Klar hätte man hier auch dritteln oder mit einer noch geringeren Brennweite arbeiten können. Mir sagte aber diese Umsetzung am ehesten zu.
In der Bildbearbeitung habe ich mich für einen herbstlichen Look entschieden und viel mit rötlichen und braunen Tönen gearbeitet. Eine Vignette sowie die Hochpassschärfung des Bildzentrums runden die ganze Sache noch ab und führen den Blick des Betrachters auf das Wesentliche.

Das Ergebnis könnt ihr hier unten sehen:

Rakotzbrücke Paul Mehnert

Für weitere Informationen zur Rakotzbrücke schaut gern hier mal vorbei: http://www.kromlau-online.de/

Oder auf Wikipedia: Azaleen- und Rhododendronpark Kromlau

Bis zum nächsten Mal,

Paul

 

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